Mit Wärmepumpe oder E-Auto verdoppelt oder verdreifacht sich der Stromverbrauch eines Haushalts. Ein Einfamilienhaus mit Wärmepumpe liegt bei 6.000 bis 10.000 kWh, ein E-Auto mit 15.000 km im Jahr braucht rund 2.500 bis 3.000 kWh. Damit ändert sich die Rechnung – und die Tarifwahl.
Der Cent zählt doppelt
Bei 8.000 kWh bringt jeder Cent Unterschied im Arbeitspreis 80 Euro netto im Jahr. Zwischen einem Bestandstarif mit 18 ct und einem Fixpreis mit 8,79 ct liegen fast 900 Euro brutto – Jahr für Jahr.
Ein Zähler oder zwei?
Viele Netzbetreiber bieten für Wärmepumpen einen eigenen, unterbrechbaren Zähler mit günstigeren Netzentgelten an. Der Nachteil: Der Netzbetreiber darf die Anlage zu Spitzenzeiten für kurze Zeit abschalten, und nicht jeder Lieferant beliefert unterbrechbare Zählpunkte. Prüfe, ob du einen hast – es steht auf der Netzrechnung.
Spot-Tarif: lohnt sich das?
Wärmepumpe und Wallbox lassen sich zeitlich steuern – Warmwasser mittags, Laden nachts. Genau dann ist Spot-Strom oft günstig. Wer das aktiv steuert (viele Wärmepumpen und Wallboxen können das über eine App), spart mit einem dynamischen Tarif oft zusätzlich. Wer das nicht will und einfach einen kalkulierbaren Preis braucht, fährt mit einem günstigen Fixtarif planbar und ohne Risiko.
Mit Photovoltaik
Bei eigener PV-Anlage kommt der Einspeisetarif dazu. Der ist ein eigener Vertrag; der Bezugstarif kann trotzdem frei gewählt werden. Hohe Einspeisetarife gehen oft mit teuren Bezugstarifen einher – beides getrennt vergleichen.
Unsere Empfehlung: Für Wärmepumpe und E-Auto am Haushaltszähler zuerst einen günstigen Fixpreis ohne Grundpreis sichern. Wer Lust hat, den Verbrauch zu steuern, kann nach einem Jahr mit den Smart-Meter-Daten prüfen, ob Spot mehr bringt.




