Ein durchschnittlicher Wiener Zwei-Personen-Haushalt verbraucht rund 2.500 bis 3.500 kWh im Jahr. Wo das Geld hingeht und was du dagegen tun kannst – beginnend mit den größten Hebeln.
Große Hebel (je 100–300 kWh im Jahr)
- Warmwasser mit Strom prüfen. Ein elektrischer Boiler ist oft der größte Einzelverbraucher. Temperatur auf 55–60 °C stellen, Zeitschaltuhr nutzen, kürzer duschen.
- Alten Kühlschrank ersetzen. Ein Gerät von 2008 verbraucht 300 kWh und mehr, ein aktuelles A-Gerät unter 120. Amortisiert sich in vier bis fünf Jahren.
- Wäschetrockner seltener. Ein Trocknergang kostet 2 bis 3 kWh. Wäscheständer im Winter neben den Heizkörper – kostet nichts.
- Waschen bei 30–40 °C. Die Hälfte des Stroms beim Waschen geht ins Aufheizen. Moderne Waschmittel brauchen keine 60 °C.
- Geschirrspüler im Eco-Programm. Länger, aber sparsamer – und nur voll einschalten.
Mittlere Hebel (je 30–100 kWh)
- LED überall. Eine 60-W-Glühbirne gegen 8-W-LED tauschen spart bei 3 Stunden täglich rund 57 kWh im Jahr – pro Lampe.
- Standby abschalten. Fernseher, Konsole, Receiver, Drucker: zusammen 50 bis 100 kWh im Jahr. Steckdosenleiste mit Schalter.
- Kühlschrank auf 7 °C, Gefrierfach auf -18 °C. Jedes Grad kälter kostet rund 6 % mehr Strom. Regelmäßig abtauen.
- Deckel beim Kochen. Halbiert die Energie zum Wasserkochen. Wasserkocher statt Topf für Teewasser.
Kleine Hebel, die sich summieren
- Router und Ladegeräte nachts abschalten – 20 bis 30 kWh.
- Backofen ohne Vorheizen und mit Umluft – bis zu 15 % pro Gericht.
- Stromzähler ablesen oder die Smart-Meter-App nutzen. Wer den Verbrauch sieht, senkt ihn – das ist gut belegt.
Und der größte Hebel von allen: der Preis pro kWh. Wer 3.500 kWh verbraucht, spart durch 300 kWh weniger etwa 45 Euro. Durch einen Tarif, der 5 Cent günstiger ist, 175 Euro – ohne eine Lampe zu tauschen.




