Physikalisch bekommt jeder Haushalt den Strommix, der gerade im Netz ist. Was ein Ökostromtarif verändert, ist die Bilanz: Dein Lieferant muss für jede kWh, die du verbrauchst, eine kWh aus erneuerbarer Erzeugung ins Netz eingespeist und mit einem Herkunftsnachweis belegt haben.
Herkunftsnachweise
In Österreich muss jeder Lieferant die Herkunft seines Stroms zu 100 % mit Nachweisen belegen – die Stromkennzeichnung auf deiner Rechnung. „Strom unbekannter Herkunft“ gibt es seit 2015 nicht mehr. Der österreichische Mix ist ohnehin zu rund drei Vierteln erneuerbar, vor allem Wasserkraft.
Was einen guten Ökostromtarif ausmacht
- Herkunft aus Österreich oder Nachbarländern statt aus norwegischen Nachweisen, die separat gehandelt werden.
- Neuanlagen-Anteil: Manche Anbieter garantieren, dass ein Teil aus Anlagen stammt, die jünger als ein paar Jahre sind – nur das bringt zusätzlichen Ausbau.
- Umweltzeichen UZ 46: Das österreichische Umweltzeichen für Ökostrom prüft genau diese Punkte.
Kostet Ökostrom mehr?
Kaum noch. Herkunftsnachweise aus Wasserkraft kosten Bruchteile eines Cents pro kWh. Viele günstige Fixtarife sind heute standardmäßig aus erneuerbaren Quellen. Wenn dir die Herkunft wichtig ist, sag es uns – wir berücksichtigen es beim Vergleich, ohne dass du dafür mehr zahlen musst.
Und „Ökogas“?
Biogas-Tarife enthalten meist 5 bis 20 % Biomethan, der Rest ist Erdgas mit CO₂-Kompensation. Ehrlicher ist, den Verbrauch zu senken – siehe unseren Beitrag zur Heizungseinstellung – und den günstigsten Tarif zu nehmen.




